Desinformation und Hass in sozialen Netzwerken

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Donnerstag, 10. November 2022 17:00–19:00 Uhr

Kursnummer 2022_038
Referenten Ralf Willius
Moritz Becker
Datum Donnerstag, 10.11.2022 17:00–19:00 Uhr
Gebühr kostenlos
Ort

Onlinelehrgang
online
@home

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Kinder und vor allem Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in sozialen Medien, um sich zu organisieren, zu informieren und zur Unterhaltung. Dabei sind sie gezielt auf der Suche nach Antworten, die sie in ihrem Alltag betreffen, stoßen aber auch nebenbei auf Informationen, die ihnen das Leben und das gesellschaftliche Miteinander erklären. Besonders in der Pandemie sind diese Mechanismen deutlich geworden und haben teilweise eine tiefe Verunsicherung bei jungen Menschen hinterlassen. Nicht selten sind gerade junge Menschen Zielgruppe von Desinformationskampagnen, die weniger informieren als manipulieren wollen. Durch die Dynamik sozialer Medien werden sie auch selbst zu Anbietern, wenn sie entsprechende Inhalte teilen und verbreiten. Das beginnt beim vermeintlich harmlosen WhatsApp-Kettenbrief und endet ggf. bei menschenverachtenden Memes bei Instagram.
Klassische Medienpädagogik gerät schnell an ihre Grenzen, wenn Jugendliche emotional und engagiert die Welt retten wollen, ggf. vor Gefahren, die es so nicht gibt. Sie wollen andere aufklären und warnen vor Lügen, die keine sind - mit Lügen, die wiederum Eltern, Pädagogen und Pädagoginnen als solche erkennen. Nicht nur online eskalieren Diskussionen, bei denen die Ebenen verschwimmen.

Um Kindern und Jugendlichen in der Pandemie und zur Abmilderung der Folgen Methoden und Strategien mit auf den Weg zu geben, um zwischen Fakten und Meinung, Wahrheit und Lüge sowie Debatte und Hass zu unterscheiden, braucht es grundlegendes Hintergrundwissen. Hier geht es nicht um Faktenwissen oder um Unwahrheiten zu erkennen, sondern um ein Verständnis, warum Falschmeldungen geteilt und geglaubt werden.